Gelbsucht

Es gibt drei verschiedene Formen von Gelbsucht, die beim Baby auftreten können:
Physiologische Gelbsucht, Muttermilchgelbsucht und pathologische Gelbsucht.
Bei allen Formen nehmen die Haut und die Augen einen gelblichen Farbton an.
Obwohl es dich vielleicht erschreckt,
wenn du siehst, daß dein Baby gelb wird, brauchst du in den ersten beiden Fällen
nichts zu befürchten. Die pathologische Gelbsucht kann unbehandelt jedoch zu
Hirnschädigungen führen.
Welche Form vorliegt, läßt sich anhand des allgemeinen Gesundheitszustandes des Kindes,
des Bilirubinspiegels im Blut und an des Anstiegs oder Abfalls der Bilirubinwerte feststellen.
Lies den Abschnitt sehr genau durch und laß eine professionelle Diagnose erstellen,
bevor du versuchst, eine Gelbsucht selbst zuhause zu behandeln.

Vorbeugung


Gelbsucht entsteht für gewöhnlich so:
Das Kind wird in der Schwangerschaft durch die Plazenta mit Sauerstoff versorgt.
Das sauerstoffreiche Blut aus der Plazenta vermischt sich mit dem sauerstoffarmen Blut des Fetus.
Um aus diesem vermischten Blut genug Sauerstoff zu bekommen, braucht der Fetus
eine große Anzahl roter Blutkörperchen. Nach der Geburt versorgt sich das Baby selbst mit
Sauerstoff und braucht nicht mehr so viele rote Blutkörperchen. Die überflüssigen Blutzellen
werden mittels eines Enzyms aus der Leber abgebaut. Die noch nicht voll funktionsfähigen
Verdauungsorgane können die zerfallenden Blutkörperchen jedoch nicht vollständig verarbeiten.
Bilirubin, ein Nebenprodukt dieses Zerfallprozesses, wird wieder ins Blut resobiert (aufgenommen)
und färbt dann die Haut und das Weiße der Augen gelb.

     

    Physiologische Gelbsucht

    Muttermilchgelbsucht

    Pathologische Gelbsucht